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Fachkraft für Boden-Altlasten-Abfall

Dreitägiger modular aufgebauter Zertifikatslehrgang (zwei Module)
Gesetze, Querverbindungen, Wechselbeziehungen, Entsorgungsstrategien und Alternativen

Hintergrund:

Während sich beim Kauf von Lebensmitteln eine umfangreiche Liste befindet, welche die Lagerungsbedingungen, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die chemischen Zusätze auflistet, hat sich in der Baubranche seit Jahrzehnten hinsichtlich des Umgangs mit Abfällen wenig bis nichts getan. 

Immer wieder ist zu verzeichnen, dass bei Baumaßnahmen Abfälle (Bodenaushub, Bauschutt etc.) völlig „überraschend“ anfallen, die chemischen und abfalltechnischen Eigenschaften für die Baufirma absolut „unbekannt“ sind, der Zeitplan für die Entsorgung ständigen Änderungen unterliegt und dann große Not besteht, diesen „Dreck“ schnellstens und billig zu entsorgen. 

Nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz gelten neben der „Jedermannpflicht“, nach der jeder, der auf den Boden einwirkt, sich so zu verhalten hat, dass schädliche Bodenveränderungen nicht hervorgerufen werden, für die Grundstückseigentümer die Pflichten zur Durchführung von Maßnahmen zur Abwehr der von ihrem Grundstück drohenden schädlichen Bodenveränderungen und die Vorsorgepflicht gegen das Entstehen neuer, schädlicher Bodenveränderungen.

Dieses Leitbild der nachhaltigen Entwicklung findet seine Umsetzung im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Hier wird formuliert, dass Abfälle (nach § 3 Abs. 1 "....alle Stoffe oder Gegenstände, deren sich sein Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss”) im Zuge einer Baumaßnahme durch eine kluge und vorausschauende Planung vermieden werden sollen. 

Im Vorfeld einer Baumaßnahme werden i.d.R. abfalltechnische Deklarationen im Rahmen von Baugrunduntersuchungen bzw. Abriss- und Rückbaukonzepte durchgeführt. 

Für die Ermittlung des Schadstoffpotenzials der Abfälle und die Einschätzung der möglichen Schädigung der Schutzgüter Wasser, Boden, Luft und Mensch sind Probenahmen und Analysen daher zwingend erforderlich. 

Sehr häufig werden teure und nicht relevante Untersuchungen aufgrund der fehlenden historischen Erkundung durchgeführt, die weder dem Bauherren noch der Baufirma eine rechtskonforme Einordnung des Abfalls erlaubt. Spekulationen, kriminelle Energien und Umweltstraftatbestände sind die Folge.


Die dreitägige Fortbildung umfasst zwei Module, die in sich geschlossen sind und unabhängig voneinander belegt werden können. 


 Infomaterial Herunterladen (PDF)

Ziele:

Ziel der Veranstaltung ist es, einen fundierten Überblick über die Themen Boden, Bauschutt, Altlasten und Rückbau zu vermitteln sowie Gesetze, Querverbindungen, Wechselbeziehungen, Entsorgungsstrategien und Alternativen aufzuzeigen. Die Fakten dienen auch zur Auffrischung der aktuellen Gesetzlichkeiten und zum Nachdenken über neue Ansätze zur besseren Planung und Umsetzung sowie zur strategischen Markteffizienz.

Ergebnis
Alle am Bau Beteiligten, vom Bauherren über den Bauunternehmer bis hin zum Planer haben in diesem Lehrgang die Gelegenheit, einen Überblick über die Themen Boden, Bauschutt, Altlasten und Rückbau zu erhalten und die Entsorgung von Baustellenabfall bzw. Rückbaukonzepte anhand praktischer Beispiele zu studieren. 


Durch die Kenntnisse der relevanten Umweltgesetze, deren Querverbindungen und Wechselbeziehungen sowie der Darstellung der möglichen Entsorgungsstrategien und den hierzu möglichen Alternativen eröffnen sich den Lehrgangsteilnehmern neue Marktchanchen und Haftungsrisiken werden reduziert. 

Das Seminar wendet sich vor allem an die am Bau beteiligte Personen, die Hilfen und Tipps für die tägliche Praxis erwarten.

Inhalte:

Die modulare Fortbildung umfasst am 1. Tag den Bereich “Entsorgung von Baustellenabfällen”, in dem das Modul „Abfälle“ zeigt, wie durch ein fachgerechtes Abfall- / Bodenmanagement sowie in Verbindung mit einer qualifizierten Probenahme unliebsame Überraschungen beim Aushub vermieden werden können.

Sie zeigt im Modul „Altlasten“ am gleichen Tag auf, was Altlasten (Altstandorte, Altablagerungen, Verdachtsflächen etc.) sind und welche rechtlichen Rahmenbedingungen für deren Erkundung nach Altlastenmethodik bzw. Bundes-Bodenschutzgesetz eingehalten werden müssen.

Im Modul „Abriss- und Rückbaukonzepte“ werden am 2. Tag die rechtlichen und theoretischen Grundlagen und die Vorgehensweisen zur Erkundung der Altbausubstanz dargestellt, es wird besprochen, wo Schad- und Gefahrstoffe in der Bausubstanz vorhanden sein können und wie diese zu beproben und zu bewerten sind, sodass ein durchdachter, selektiver Rückbau die Qualität der entstehenden Materialchargen beeinflusst und Kosten senkt. Im praktischen Teil des 3. Tages erfolgt die Begehung eines zum Rückbau vorgesehenen, komplexen Gebäudes (z.B. eine Haftanstalt) sowie die Darstellung geeigneter Probenahmetechniken.

Anschließend werden die Berechnungen der Kubaturen, die Vergabe der AVV-Nr. und die Aufstellung der Massenbilanzen für ein Entsorgungskonzept im Seminar durchgeführt.

Fachkraft für Baugrund-Altlasten-Abfall
(Sie müssen alle Veranstaltung/en wählen.)
Gesetze, Querverbindungen, Wechselbeziehungen, Entsorgungsstrategien und Alternativen [zum Seminar]
Nächster Termin: 14.11.2016 Potsdam
Zweitägiger Praxis-Workshop für Bodenmanagement und Flächenrecycling [zum Seminar]
Nächster Termin: 15.-16.11.2016 Potsdam
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