Grenzüberschreitende Abfallverbringung erscheint zunächst nur für eine kleine Gruppe von Entsorgungsunternehmen ein wichtiges Thema zu sein. Bei genauem Hinsehen ist in der Entsorgungsbranche eine starke Europäisierung zu erkennen. Dieses Zusammenwachsen der EU-Märkte bedeutet jedoch keine Harmonisierung der Entsorgungskosten. Extrem unterschiedliche Entsorgungskosten in den EU-Mitgliedsstaaten begünstigen diejenigen Entsorgungsbetriebe, die die Kostenvorteile an Ihre Kunden weiterreichen können.
In grenznahen Bereichen ist bereits eine starke grenzüberschreitende Abfallverbringung dem Kostengefälle folgend zu beobachten. Um künftig am Markt bestehen zu können, ist jeder Entsorger aufgerufen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um mögliche Chancen und Geschäftsfelder entwickeln zu können.
Im gleichen Atemzug sind alle Abfallerzeuger/Abfallbesitzer, die über die Beauftragung von Entsorgern grenzüberschreitende Abfallverbringung betreiben, aufgerufen, auch in diesem Bereich ihre Sorgfalts- und Kontrollpflicht wahrzunehmen. Ohne angemessene Kontrolle der Entsorger kann bei illegaler Abfallentsorgung der Abfallerzeuger/Abfallbesitzer zur Rechenschaft gezogen werden.
Um dieser Kontrollpflicht nachkommen zu können, sollten betroffene Betriebe (hier i.d.R. die Abfall- bzw. Umweltbeauftragten) mit der Thematik vertraut sein. Weiterhin sind als Zielgruppe dieses Seminars Vertreter von Genehmigungs- und Kontrollbehörden (Umweltverwaltung, Polizei, Zoll) sowie Berater und Zertifizierer von Unternehmen, die grenzüberschreitende Abfallverbringung betreiben, angesprochen.
Detlef Schwärzel, Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt, Dezernat Abfallwirtschaft, Entsorgungswege
12.11.2012 Offenbach a.M.
26.02.2013 Offenbach a.M.
21.11.2013 Offenbach a.M.
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| Unterrichtszeiten | Teilnahmegebühr |
|---|---|
10.00 - 17.15 Uhr |
395 € zzgl. MwSt. |