Projektleiter und Beauftragte für die Biologische Sicherheit

Staatlich anerkannter Lehrgang zum Erwerb der Sachkunde gem. § 15 Abs. 4 GenTSV zur Sicherheit bei Arbeiten in gentechnischen Anlagen

In immer mehr Produktionsverfahren finden gentechnisch veränderte Organismen Anwendung. Bei gentechnischen Arbeiten sind nach dem Gentechnikrecht strenge Sicherheitsanforderungen einzuhalten.

Beschäftigte dürfen mit gentechnischen Arbeiten nur beauftragt werden, wenn sie ausreichend qualifiziert sind. Projektleiter und Beauftragte müssen im Rahmen der erforderlichen Sachkunde den Besuch einer anerkannten Fortbildungsveranstaltung nachweisen. Der Fortbildungslehrgang des Umweltinstituts Offenbach ist bundesweit staatlich anerkannt. Sie erhalten aktuell und praxisnah in zwei Tagen die erforderlichen Kenntnisse zur Erlangung der Sachkunde für Projektleiter und Beauftragte für die Biologische Sicherheit nach § 15 Abs. 4 der Gentechniksicherheitsverordnung (GenTSV).

Ziele

  • Gentechnische Anlagen errichten und sicher betreiben zu können
  • Aufgaben als Projektleiter oder Beauftragter für die Biologische Sicherheit wahrnehmen zu können
  • Als Mitarbeiter der Feuerwehr oder Führungskraft die Gefahren kennen, damit sicher umgehen und richtige Entscheidungen treffen zu können

Sie profitieren von der klaren Erläuterung der Inhalte aktueller Regelungen im Gentechnikrecht sowie den Tipps für die Umsetzung und dem Erfahrungsaustausch mit den Referenten und den Fachkollegen.

Zielgruppe

  • Biologen, Chemiker, (Tier-)Mediziner, Ingenieure, die als Projektleiter oder Beauftragte für die Biologische Sicherheit bestellt werden sollen.
  • Führungskräfte, die Wissen auf dem Gebiet des Gentechnikrechts benötigen, beispielsweise, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
  • Mitarbeiter von Feuerwehren, in deren Einsatzbereich gentechnische Anlagen liegen.
  • Sonstige Personen

Inhalte

  • Rechtsvorschriften für gentechnische Anlagen, Freisetzungen und zum Arbeitsschutz (Schwerpunkt Gentechnikrecht)
  • Gefährdungspotenziale von Organismen in gentechnischen Anlagen und bei Freisetzungen, Sicherheitsaspekte im Umgang mit Organismen in der Gentechnik, Risikobewertung und Sicherheitseinstufung 
  • Sicherheitsmaßnahmen für gentechnische Anlagen sowie bei Freisetzungen
  • Praktische Beispiele und Übungen

Referenten

  • Dr. Astrid Brandt, Hess. Minist. für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden
  • Dr. Tobias Jacobi, Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz, Mainz
  • Dr. Jürgen Mertsching, Beauftragter für Biol. Sicherheit, Mediz. Hochschule Hannover
  • Matthias Mann, Rechtsanwalt, Niedernhausen-​Wildpark

Unterrichtszeiten

1. Tag: 09.00 - 18.00 Uhr
2. Tag: 09.00 - 17.00 Uhr

Täglich eine Mittags- und zwei Kaffeepausen

Ablaufplan

Ablaufplan
1. Tag
09:00 Begrüßung und Vorstellungsrunde
09:05

Einführung in Rechtsvorschriften

  • Wichtige Rechtsbegriffe
  • Hierarchie, Gliederung, Auswertung und Interpretation von Rechtsvorschriften

Matthias Mann, Rechtsanwalt, Niedernhausen-​Wildpark

10:05 Kaffepause
10:10

Internationale Regelungen zur Anwendung der Gentechnik unter Berücksichtigung der EU-Richtlinien
Das Gentechnikrecht

Dr. Astrid Brandt, Hess. Minist. für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden

11:40 Kaffepause
11:50

Arbeitsschutzregelungen (Schwerpunkt Gentechnikrecht)

12:35

Seuchenrechtliche Vorschriften

  • Transport von biologischen Arbeitsstoffen
  • Weitere Rechtsvorschriften und Regelungen
13:20 Gemeinsames Mittagessen
14:30

Sicherheitsaspekte im Umgang mit Organismen in der Gentechnik

15:30 Kaffepause
15:45

Risikobewertung und Sicherheitseinstufung

Dr. Tobias Jacobi, Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz, Mainz

18:00 Ende des Veranstaltungstages
2. Tag
09:00

Umwelterwägungen bei unbeabsichtigter oder gezielter Freisetzung; Anforderungen für das Freisetzen von GVO

10:00

Bau- und Ausrüstung gem. Anh. III-V GenTSV zu den einzelnen Sicherheitsstufen 1-4, Wartung (Teil 1)

10:45 Kaffepause
11:00

Bau- und Ausrüstung gem. Anh. III-V GenTSV zu den einzelnen Sicherheitsstufen 1-4, Wartung (Teil 2)

11:45

Sichere Arbeitsweise und bewusstes Handeln als Teil eines Biorisk Managements

12:30 Gemeinsames Mittagessen
13:45

Sterilisation, Desinfektion, Inaktivierung

Organisatorische Maßnahmen

15:15 Kaffepause
15:30

Workshop, Erfahrungsbericht

  • Antragstellung für eine gentechnische Anlage; Pflichten des Projektleiters und des BBS
  • Vorgehensweise bei der Sicherheitseinstufung anhand von verschiedenen Beispielen
  • Besprechung aktueller Fragen aus dem Teilnehmerkreis

Dr. Jürgen Mertsching, Beauftragter für Biol. Sicherheit, Mediz. Hochschule Hannover

17:00 Ende des Veranstaltungstages und Ausgabe der Zertifikate

Termine

Seminargebühren

  • Seminargebühr:
    630,00 € MwSt.-frei
In der Gebühr sind ausführliche Seminarunterlagen enthalten.

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