Brandschutzbeauftragter

Siebentägige Ausbildung in zwei Teilen (4+3 Tage) nach den Vorgaben der Berufsgenossenschaften (DGUV-Information 205-003) und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb-Richtline 12-09/1)

Diese Veranstaltungen ist gemäߧ 4 Nr. 21a) bb) des Umsatzsteuergesetzes von der Mehrwertsteuer befreit.

Die Notwendigkeit zur Bestellung eines Brandschutzbeauftragten (BSB) ergibt sich aus der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung (Gefährdungen durch „Brand“) und aus baurechtlichen Forderungen und Vorgaben der Bundesländer zur Benennung eines Brandschutzbeauftragten (z. B. in Verkaufsstätten, Industriebauten und Hochhäusern). Gefordert ist ein Brandschutzbeauftragter immer dann, wenn ein erhöhtes Brandrisiko besteht und /oder eine Einrichtung Publikumsverkehr hat.

Laut § 3 Abs. 1 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist durch den Arbeitgeber für eine geeignete Brandschutzorganisation zu sorgen. Die Industriebaurichtlinie und die Verkaufsstättenverordnungen (Gesamtfläche > 2000qm) fordern von Unternehmen ab bestimmten Flächengrößen die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten.

Der Lehrgang richtet sich nach den seit 2015 vereinheitlichten Vorgaben der Berufsgenossenschaften (DGUV Information 205-003) und der vfdb-Richtlinie 12-09/1 zur Ausbildung der Brandschutzbeauftragten. Dort werden 64 Unterrichtseinheiten vorgeschlagen, die das Umweltinstitut als siebentägigen Kurs anbietet.

Der Lehrgang ist bundesweit anerkannt und erfüllt auch die Anforderungen an die Ausbildung für Brandbekämpfung und Evakuierung nach § 10, Abs. 2, Arbeitsschutzgesetz.

Ziele

Zum Brandschutzbeauftragten können Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder gleichwertiger Ausbildung bestellt werden, die an dem vorliegenden siebentägigen Lehrgang (64 Lehreinheiten) erfolgreich teilgenommen haben.

Durch diesen Lehrgang erlangen die Teilnehmer die erforderlichen Kenntnisse, um in allen Fragen des vorbeugenden, abwehrenden und organisatorischen Brandschutzes sowohl betriebsintern als auch extern beratend und unterstützend tätig werden zu können. Dies betrifft vor allem folgende Bereiche:

  • Erkennen und vermeiden von Brand- und Explosionsgefahren
  • Organisatorische und personelle Brandschutzmaßnahmen
  • Gestaltung von Arbeitsverfahren und Einsatz von Arbeitsstoffen
  • Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen
  • Zusammenarbeit mit den Behörden, der Feuerwehr, den
  • Versicherten und Sachverständigen
  • Aufstellung von Sicherheits-, Brandbekämpfungs- und Alarmplänen
  • Unterweisung und Schulung von Personen
  • Lesen und interpretieren von Brandschutzkonzepten

Der Lehrgang vermittelt fundierte Kenntnisse im Brandschutz, die durch einen Experimentalvortrag mit Löschübung sowie einen Workshop praxisnah untermauert werden.

Zielgruppe

  • Mitarbeiter und Dienstleister des Facility Managements und des Gebäudemanagements
  • Sicherheitsbeauftragte
  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit
  • Architekten
  • Bauleiter
  • Baufachleute
  • Ingenieure
  • Techniker
  • Meister aller Fachrichtungen
  • Technische Angestellte
  • Mitarbeiter der Bauverwaltungen und Baubehörden
  • Interessierte und zuständige Personen

Zum Brandschutzbeauftragten können Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder gleichwertiger Ausbildung bestellt werden, die an dem vorliegenden siebentägigen Lehrgang erfolgreich teilgenommen haben.

Mit dem Besuch dieser Veranstaltung können Sie Fortbildungspunkte gemäß den Fortbildungsordnungen der Architektenkammern z. B. Hessen und Nordrhein-Westfalen erwerben. Bitte melden Sie sich hierzu vorab bei uns bzw. geben Sie an, bei welcher Kammer Sie Fortbildungspunkte erwerben möchten.

Inhalte

  • Brandschutz im Bauwesen, in Industrie und im Gewerbe
  • Personenschutz, Sachwertschutz, Umweltschutz
  • Rechtliche Grundlagen: Gesetze, Verordnungen und Richtlinien
  • Aufgaben des Brandschutzbeauftragten, Verantwortlichkeiten in Einrichtungen und Betrieben
  • Brandrisiken durch bauliche Anlagen, Innenausbau und betriebliche Nutzung, Brandstiftung
  • Baulicher Brandschutz, Schottung
  • Brandmeldeanlagen, Alarmierungseinrichtungen, Sprinkleranlagen, Rauch-Wärme-Abzug
  • Bauliche und betriebliche Anforderungen an Flucht- und Rettungswege
  • Brandschutzprüfungen: Notwendigkeit, Prüflisten, Mängellisten und Mängelbeseitigung
  • Erstellen einer Brandschutzordnung nach DIN 14096
  • Brandlast, Brandbelastung und Brandgefahren
  • Spezielle Brandschutzanforderungen an Gebäude, je nach Art und Nutzung
  • Brandschutzkonzepte (lesen und interpretieren)
  • Brandschutzanforderungen an elektrotechnische Anlagen und Einrichtungen
  • Gruppenarbeiten und schriftliche Abschlussprüfung

Referenten

Michael Bellinger, Gero Lehmann - Sachverständigenbüro für brandschutztechnische Bau- und Objektüberwachung (EIPOS), Mainz

Peter Schmelzeisen, Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz, Brandschutzplanung und -grafik, Weisel

Klaus Weber, ehem. Leiter des vorbeugenden Brandschutzes der Berufsfeuerwehr Darmstadt

Unterrichtszeiten

1. Tag: 09.30 - 17.30 Uhr
2. Tag: 09.00 - 17.30 Uhr
3. Tag: 09.00 - 17.30 Uhr
4. Tag: 09.00 - 17.30 Uhr

5. Tag: 09.30 - 17.30 Uhr
6. Tag: 09.00 - 17.30 Uhr
7. Tag: 09.00 - 16.30 Uhr

Täglich eine Mittags- und zwei Kaffeepausen

Termine

Seminargebühren

  • Seminargebühr:
    1.920,00 € MwSt.-frei
In der Gebühr sind ausführliche Seminarunterlagen, Erfrischungsgetränke, Kaffee, Gebäck sowie Pausensnacks enthalten.

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