Abriss- und Rückbaukonzepte

News erstellt am 27.05.2011

Seit Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes gilt auch im Gebäuderückbau das Gebot zur Vermeidung nicht wiederverwertbarer Abfälle. Die Vermeidung nicht wiederverwertbarer Rückbaumaterialien ist nicht nur eine rechtliche Verpflichtung. Hochwertige Recyclingbaustoffe stellen ein Wirtschaftsgut dar, dessen Bedeutung künftig weiter steigen wird. Neue Maßstäbe in der Abfallverwertung sind mit dem Bundes-Bodenschutzgesetz und der Bodenschutz- und Altlastenverordnung, die für die wie Verwertung eine Priorität vor der Entsorgung nach Abfallrecht fordern, gesetzt. Ziele: Der Workshop zeigt auf, wo Schad- und Gefahrstoffe in der Bausubstanz vorhanden sein können, daß ein selektiver Rückbau die Qualität der entstehenden Materialchargen beeinflußt, wie in Zusammenarbeit mit Fachleuten die Arbeitssicherheit gewährleistet werden kann und daß bautechnische Grundkenntnisse für eine kosteneffiziente Rückbaumaßnahme unverzichtbar sind.

Inhalte:
• Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz / NachweisV
• Bundes-Bodenschutzgesetz / Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung
• Sachkunde schadstoffhaltige Baumaterialien
• Aufnahme Baucharakteristik / „kleine Baustoffkunde”
• Bauwerksbeprobung / LAGA PN 98 / Deklarierung von Rückbaumaterialien
• Verwertung von Bauabfällen / Qualitätsmerkmale RC-Baustoffe
• Zielsetzung und Grenzen eines selektiven Rückbaues
• Rückbaukonzepte / Rückbauverfahren
• Abschätzung von Einwirkungen aus den Abbruchtätigkeiten auf die Gebäudestatik
• Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
• Praxisteil / Erstbegehung zum Rückbau anstehender Gebäude
• Erfassung nutzungsspezifischer und baustoff-immanenter Verdachtsbereiche

Themenschwerpunkte:
• Einführung / Historische Erkundung
• Bodenbeprobung / Bauwerksbeprobung
- BBodSchV - Erstellung Beprobungsplan
- Arbeitsschutz,
- Auswahl der zu untersuchenden Parameter,
- Einzelproben oder Mischproben,
- Anzahl der Proben, - Probenahmepunkte,
- Probenmenge, - Qualifikation Probenehmer
• LAGA PN 98
• Deklarierung Bodenaushub -Bauschutt
• Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz
• Sachkunde schadstoffhaltiger Baumaterialien, u.a.: - Asbest, - Künstliche Mineralfasern,
- Altholz, - Abfälle aus Elektroinstallation,
- Elektroaltgeräte,
- Dachbahnen, Dichtungen, Kleber, Taubenkot
• Aufnahme Baucharakteristik
• „Kleine Baustoffkunde” zur Abschätzung / Zuordnung von Bau- und Schadstoffen
• Einwirkungen auf die Gebäudestatik
• Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
• Erst-Begehung sowie Aufnahmenutzungsspezifischer und baustoffimmanenter Verdachtsbereiche in zwei Beispielobjekten
• Präsentation Probenahme-Gerätschaften
• Auswertung beider Gebäude-Aufnahmen
• Rückbaukonzepte und -verfahren und -begleitung
• Abfälle / Abfallrechtliche Überwachung
• Verwertung von Böden
• Verwertung von Bauabfällen und Qualitätsmerkmale von RC-Baustoffen
• Fallbeispiel Rückbau- und Entsorgungskonzept
• Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Seminarleitung:
Dipl.-Geologe Roland Preußer, AQUATERRA GmbH Dresden
Freischaffender Architekt Dipl.-Ing.(FH) Norbert Heß, Ingenieurbüro Norbert Heß, Meißen

Unterrichtszeiten:
1.Tag: 9.30 - 17.00,
2. Tag: 8.30 - 16.30 Uhr
vormittags- und nachmittags jeweils Kaffeepausen
Mittagspause von 12.00 - 13.00 Uhr

Lehrgangsgebühr:
EUR 685,– zzgl. gesetzl. MwSt.
Darin sind ausführliche Seminarunterlagen, Erfrischungsgetränke, Kaffee, Tee, Gebäck und Pausen-Snacks sowie Lehrgangszertifikat enthalten.

Weitere Informationen und eine Online-Anmeldung zu der Veranstaltung finden Sie hier.

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